Jahresberichte, Protokolle

Jahresbericht 2016 - Antiquarische Gesellschaft Pfäffikon

Am 4. März 2016 fand im Lindenbaum unsere Generalversammlung statt. Rund 50 Mitglieder durften wir zu den behandelnden Tagesgeschäften einladen. Anschliessend zeigte bei einem gemütlichen Apéro Ernst Bänteli eine Diashow mit unseren Kalenderbildern: Pfäffikon gestern und heute.

Am 17. Juni 2016 fuhr eine Delegation mit 11 Personen nach Schönaich. Seit mehreren Jahren pflegen wir eine Freundschaft mit dem Heimtatverein Schönaich und besuchen uns gegenseitig. Gegen Mittag trafen wir in unserem Hotel ein und genossen die erste Spezialität zum Mittagessen: Maultaschen. Auf dem Programm standen anschliessend eine Besichtigung der Firma Faulhaber und eine Führung durch Schönaich. Den Abend verbrachten wir in der Scheune des Heimatvereins. Es war ein geselliger Abend und wir konnten uns mit den Mitgliedern des Heimatvereins austauschen und die Freundschaft weiter pflegen. Am Samstag fuhren wir mit der S-Bahn nach Stuttgart ins Mercedes-Museum. Danach ging es weiter in die wunderschöne Stadt Esslingen, wo wir kompetent durch die Stadt geführt wurden. Am Abend stand das Musical "Freunde", das vom Musikverein Schönaich aufgeführt wurde, auf dem Programm. Mit einem gemütlichen Beisammensein im Museum endete der 2. Abend. Am Sonntagmorgen besichtigten wir eine Orchideengärtnerei. Bei Bier und Weisswürsten endete ein abwechslungsreiches und interessantes Wochenende, das uns noch lange in Erinnerung bleiben wird. Wir freuen uns schon heute, wenn die Schönaicher im 2018 zum Gegenbesuch nach Pfäffikon kommen.

Die gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde wird wie in den vergangenen Jahren sehr geschätzt. In zwei für das Dorf wichtige Arbeitsgruppen sind wir mit Delegierten vertreten: in der Arbeitsgruppe Neugestaltung der Seestrasse ist Peter Haldimann der Vertreter der AGP und im Projekt Stogelenweg ist Hannes Suter Mitglied. Wir setzten uns auch im vergangenen Jahr mit Fragen zum Ortsbild auseinander und meldeten uns zur Erhaltung von kulturellen Werten zu Wort.

Unter der Leitung von Ernst Bänteli in Zusammenarbeit mit Thomas Dätwyler und Hannes Suter entsteht die 6. Jahresschrift. Sie behandelt das Pfäffiker-Seequai. Viel Arbeit wurde im 2016 bereits geleistet. Die Vernissage ist auf das 2. Quartal 2017 geplant.

Die Herbstexkursion führte uns dieses Jahr am 18. September 2016 nach Konstanz. Über 40 Personen hatten sich für diesen besonderen Anlass angemeldet. Über dieses grosse Interesse haben wir uns sehr gefreut. Nach einer theoretischen Einführung in das Thema "Konstanzer Konzil" und dem Mittagessen im Restaurant Barbarossa besichtigten wir die bedeutenden Plätze bei einem Spaziergang durch die schöne Altstadt. Dabei liessen wir uns von den teilweise nassen und windigen Verhältnisse nicht die gute Laune verderben.

Am 23. September 2016 wurde der Vorstand von Roger Staub (Präsident der Stiftung Historische Zürichsee Boote) zu einer Ausfahrt auf der Annie eingeladen. Dieses Pläsirboot wurde vom Pfäffiker Bootsbauer Emil Leemann gebaut. Der Hecht, ebenfalls aus der Bootswerft Leemann, wird aktuell durch die Stiftung Historische Zürichsee Boote restauriert. Wenn das Schiff in neuem Glanz erstrahlt, soll es wieder zurück auf den Pfäffikersee kommen und an schönen Wochenenden als Kursschiff für Ausfahrten bereit stehen. Der Stapellauf ist voraussichtlich im Juni 2017.

Am Weihnachtsmarkt, der dieses Jahr nach einem neuen Konzept durchgeführt wurde, waren wir mit unserem historischen Kalender ebenfalls vertreten. Wir konnten fast einen Besucherrekord verzeichnen: 285 Erwachsene und 68 Kinder besichtigten unser Museum.

Der Vorstand hat sich zu sieben Sitzungen getroffen. Wir danken dem Vorstand herzlich für die grosse Arbeit, die dieses Jahr wieder geleistet wurde. Nur dank diesem ehrenamtlichen Engagement können wir all die vielfältigen Aufgaben bewältigen.

Das Leitungsteam: Ernst Bänteli, Heinz Kaspar, Corinna Schneider Pfäffikon, Januar 2017

 

Jahresbericht 2016 - Chronikstube

Betrieb Chronikstube

Die Chronikstube war an 45 Samstagen jeweils mind. von 9 – 11 Uhr geöffnet. Wir boten 88 Besuchern Auskunft und Material für deren Anliegen an, das sind einige mehr als im letzten Jahr. Während der Öffnungszeiten arbeiteten daher die meisten an ihren eigenen Projekten:
• Eva Heer am Daten Aufnehmen - Altes Gewerbe)
• Corinna Schneider am Nachlass „Campagne“ und an der AGP-Organisation
• Thomas Dätwyler an der Bildbearbeitung
• Werner Germann in der Bibliothek und an der EDV 
• Rolf Krähenbühl an der Registratur und der Datenaufnahme „PfäffikerIN“
• Ernst Bänteli an AGP-Korrespondenz und – Organisation.

Zusammen konnten wir am «Stammtisch» immer wieder anstehende Aufgaben koordinieren – aber auch das Weltgeschehen – besprechen. Von allen werden aber viele unserer, zum Teil umfangreichen, Arbeiten ausserhalb der Öffnungszeiten erledigt.

HHS: Hansheinrich Schneider, 1923 – 2016

Am 12. Februar 2016 starb im Alter von 92 Jahren unser Hansheinrich Schneider. Er kümmerte sich mit grossem Engagement um den Erhalt des historischen Vermächtnisses unserer Gemeinde. Seit der Gründung der Chronikstube 1995 wirkte er im oberen Stock und betreute die Bibliothek und darin in erster Linie technische und militärische Schriften. Seine Verankerung im Dorf und seine weit reichenden geschäftlichen und politischen Beziehungen ermöglichten uns, von seinem enormen Wissensfundus zur Geschichte Pfäffikons jederzeit zu profitieren. Mit seinem broschierten Vermächtnis «Aus Pfäffikons Dorfgeschichte» , welche die wesentlichen Entwicklungsschritte zur Industrialisierung des Dorfes behandelt, goss er sein Wissen in ein begehrtes Dokument.. Seine facettenreichen Interessen galten aber auch der Musik, der Literatur und der Entwicklung des gesellschaftlichen Zusammenlebens. Als Vertreter eines liberalen Freisinns machten ihm die wachsenden extremen Positionierungen gewisser Personen und ganzer Gesellschaftsschichten Sorgen. Mit HHS verloren wir einen interessanten Gesprächspartner, einen liebenswerten Menschen mit klaren Prinzipien und ein in Pfäffiker Fragen wandelndes Lexikon, ein angesehenes urpfäffiker Original. Wir vermissen Hansheiri sehr und werden ihm ehrend gedenken.

Archiv Kesselhaus

Im Archiv Kesselhaus sind die Gestelle und Tablare nun ordentlich beschriftet. Als besonderes Schmuckstück montierte Peter Haldimann die berühmte Gygerkarte von 1667 an die Archivwand. Sie wurde uns von der Primarschule Obermatt geschenkt. Am 19. März 2016 fand dann ein Tag der offenen Tür statt, an welchem im Beisein von Behördenvertretern das Archiv der Öffentlichkeit präsentiert wurde und auch die Möglichkeit bestand, der Chronikstube einen Besuch abzustatten. Immerhin gut 50 Personen machten vom Angebot Gebrauch.

Chronikstube

Im oberen Stock der Chronikstube wurde am „heiligen“ Arbeitsplatz von Hansheiri ein weiterer Computerarbeitsplatz eingerichtet, im Parterre mussten der Durchlauferhitzer und das alte Kopiergerät ersetzt werden. Damit und mit zwei weiteren Tablargestellen erscheinen nun die Platzverhältnisse und die Arbeitsbedingungen beinahe optimal.

Dankeschön

Dem ganzen Chronikteam möchte ich an dieser Stelle den herzlichen Dank aussprechen für die ehrenamtliche Tätigkeit während des ganzen Jahres, nicht nur in der Chronikstube, sondern auch im Bereich aller unserer Aktivitäten. Der Gemeinde gebührt ein Dankeschön für das Wohlwollen, das wir geniessen dürfen, und für die finanzielle Unterstützung.

Für das Chronikteam: Ernst Bänteli Pfäffikon, im Januar 2017

 

Jahresbericht 2016 - Museum am Pfäffikersee

In den ersten zwei Monaten des Jahres 2016 wurden im Altbau des Museums die Fenster ersetzt. Nun haben wir in diesen Räumen einbruchsichere, UV geschützte, wärmegedämmte und historisch korrekte Fenster. Die Arbeiten wurden zusammen mit der politischen Gemeinde und der kantonalen Denkmal-pflege ausgeführt. Im Erdgeschoss wurden die Fenster ersetzt, im 1. Stock aufgedoppelt, wodurch die alten Beschläge - teilweise ca. 100-jährig - erhalten blieben.

Anfangs März wurde das Museum wieder geöffnet. Bei der Eisenbahnanlage bauten wir im Winter noch die Ruine des Kastells ein. Werner Germann erstellte für 25 Lokomotiven die Bildschirminformation. Diese Information umfasst : Herkunft, Stückzahl, Leistung, Einsatzgebiet und teilweise noch spezielle Informationen wie Antriebsart und Design. Zusätzlich können ausserhalb der Bahnbetriebszeit folgende Filme von demselben Ersteller abgerufen werden: Von der Strecke Effretikon – Pfäffikon - Hinwil die Dampfbahnzeit, die Elektrifizierung und die Bahnhofentwicklung von Pfäffikon, die Spanischbrötlibahn und die Bahnwerbung, hauptsächlich mit Plakaten seit Beginn des Bahnzeitalters in der Schweiz. Von der SBB durften wir einen Werbefilm über den Lokführerberuf aufschalten. Noch in Planung ist eine Führer-standfahrt der Oberländerstrecke.

Im Dachstock haben wir die Bilder unseres Historienmalers Johann Caspar Bosshardt wieder ausgestellt.

In der Urgeschichte hat das Nationalmuseum seine Leihgaben überprüft inkl. der Lagerung im Museum. Anschliessend wurde der Leihvertrag um weitere fünf Jahre bewilligt. Das selbe Prozedere läuft im Moment mit den Leihgaben der Kantonalen Denkmalpflege.

Beim Inventar ist unser Verantwortlicher bei der Nr. 4500 angelangt. Im Schutzraum Mettlen entstand durch die Bauarbeiten eine grössere Unordnung. Diese gilt es demnächst aufzuräumen.

Die Unterstützung unserer Mitglieder bei der Museumsaufsicht hat sich bewährt und wird weitergeführt. Wir sind sehr dankbar für die freiwillige Mithilfe.

Der südseitige Eingang ist ein Erfolg. Der Verzicht auf Eintrittsgeld und der Wechsel zur freiwilligen Spende hat erheblich mehr Geld in die Museumskasse gespült. Es fanden wesentlich mehr Führungen statt. Diese Massnahmen haben zur äusserst erfreulichen Besucherzahl von 1568 Personen geführt, davon eine grosse Zahl Kinder.

Marianne Sigrist nähte zu den neuen Fenstern passende Vorhänge. Heinz Nafzger erweckte eine beinahe 100-jährige Dampfmaschine wieder zu neuem Leben. Albert Rüegg ist seit Jahren unser Bahnspezialist. Ohne ihn würde die Anlage kaum so perfekt funktionieren. Diesen ehrenamtlichen Vereinsmitgliedern danken wir herzlich.

Für das nächste Jahr planen wir das weitere Erfassen von Lokomotiven für die Bahnanlage und eine Überarbeitung der Spielzeugausstellung. Für die Gemeinde überprüfen wir das Konzept des Kulturgüter-schutzes im Bereich Museum und Chronikstube. Weiter möchten wir mit Suchwettbewerben im Lokalblatt auf das Museum aufmerksam machen.

Das Museumsteam:
Peter Haldimann Marc, Lendenmann (auch Nachtwächter), Samuel Berger, Ruedi Gross, Heinz Kaspar

Pfäffikon im Januar 2017

   

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