Urgeschichte

Webgewichte und Textilien

Die Grabung Pfäffikon-Burg lieferte 1997 bemerkenswerte Funde der jungsteinzeitlichen Textilherstellung: Fäden, Seil- und Schnurstücke, Kettgeflechte mit eingehängtem Flor und dies in mehrheitlich gutem Zustand. Die Bewohner bedienten sich verschiedener Materialien und Techniken. Feine Fäden wurden offensichtlich mit Handspindeln gesponnen, Schnüre und Seile aus Lindenbast gezwirnt. Gewebe aus Leinen folgten später (um -4000), solche aus Wolle und Ziegenhaaren erst gegen Ende der Jungsteinzeit.

 

Geflechtfragment-Pfaeffikon-Burg            Schnurfragmente-Pfaeffikon-Burg

Verkohltes Geflechtfragment
Pfäffikon-Burg ¹
Verkohlte Resten von Schnüren
Pfäffikon-Burg ¹

 Aus einer Grabung von Jakob Messikommer in Irgenhausen aus dem Jahre 1865 ist im Nationalmuseum in Zürich ein gemustertes Gewebe in Leinenbindung erhalten. Zu den  Schussfäden sind musterbildende Bastfäden eingewoben. Hergestellt wurden solche Gewebe auf sogenannten Gewichtswebstühlen. Mit Gewichten aus Lehm wurden die senkrechten Kettfäden gespannt.   

Gewichtwebstuhl-deutsches-Museum Leinenbindung-Irgenhausen
Gewichtswebstuhl mit vertikalen Kettfäden
Deutsches Museum, München
Teil eines gemusterten Gewebes
Pfäffikon-Irgenhausen ²

 Solche Webgewichte wurden in grosser Zahl in der Grabung Pfäffikon-Burg gefunden.

Webgewichte Pfriemen
Webgewichte aus Ton (Zeichnung)
Pfäffikon-Burg ¹
Hechelspitzen
Museum am Pfäffikersee

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¹ Eberli - Die horgenzeitliche Siedlung Pfäffikon-Burg - 2010
² Fotoarchiv Nationalmuseum Zürich