Laternen - Lampen - Licht - Oel

Bei Verwendung dickflüssiger Pflanzenöle besteht das Problem, dass diese durch die Kapillarwirkung im Docht nur zwei bis drei Zentimeter hochsteigen. Deshalb muss sich der Brennstoffbehälter praktisch auf derselben Höhe befinden wie der Docht. Sein Fassungsvermögen ist aber nur bescheiden. Die Entwicklung der Öllampe ging dahin, Öl aus einem separaten, grossen Vorratstank in den Dochtbehälter zu bringen. Bei der Pumplampe befindet sich das Öl im Unterteil des Lampenkörpers. Durch Drücken auf den oberen Lampenteil wird eine Pumpe betätigt, die das Öl in den Dochtbehälter fördert. Anders bei der Rumfordlampe: Hier ist der Vorratstank als Sturzflasche oberhalb des Brenners am Schirmhalter befestigt und leitet das Öl nach dem Prinzip der Vogeltränke in den Dochtbehälter und hält das Öl immer auf demselben Niveau. Erst die Erfindung von Francois Pierre Ami Argand 1780 brachte den Durchbruch: Auch er lagert das Öl in einer Sturzflasche. Anstelle eines flachen Dochtes, verwendete er einen doppelwandigen Hohlzylinder für die Aufnahme des Dochtes. Somit gelangt Sauerstoff von aussen wie von innen an den Docht und gewährleistet eine bessere Verbrennung. Der oben liegende Tank hatte aber den Nachteil, dass die Lampe nicht rundherum das Licht ungehindert aussenden konnte. Die weitere Entwicklung konzentrierte sich in der Folge darauf, das Öl aus einem Vorratstank an der Basis des Lampenkörpers durch Pumpvorrichtungen nach oben zu bringen.

Pfeil  Zu den Bildern der Exponate „Öllampen mit Agrandbrenner” ”

Pump-Lampe Rumford-Lampe Argand-Lampe Argand-Lampe Argand-Lampe Argand-Lampe