Laternen - Lampen - Licht - Talg

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Talglichter
Die ersten Lampen waren mit Tierfetten gefüllte, flache Steinschalen, welche am Rand eine kleine Rinne für den Docht hatten. Die Dochte bestanden anfangs nur aus Pflanzenfasern, später auch aus Stoffresten. Solche Schalenlampen wurden in gewissen Regionen schon vor etwa 10'000 Jahren benutzt.
Öllampen
Die Verwendung von Pflanzenölen (Rüböl aus Raps, Olivenöl usw.) brachte eine gewisse Verbesserung. Die Schale wurde mit einem Deckel versehen und das Öl durch ein Loch in die Schale eingefüllt. Dieser Deckel wurde auch häufig verziert. Der Docht wurde in den vorderen Fortsatz der Lampe, die so genannte Schnauze geschoben. Die flache Bauweise war bedingt durch die Dickflüssigkeit der Brennstoffe, die das Öl im Docht nur wenig nach oben steigen liess. Geht der Brennstoff zu Neige, verglüht ein Teil des Dochts.

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Dochtrinnenlampe: Talglicht (Rhodos), geschmiedet Schalenlampe: Talglicht aus der Surselva, GR Talglicht aus Frankreich oder Spanien, Bronceguss. Talglicht aus Frankreich oder Spanien, Bronceguss. Doppelte Dochtrinnenlampe: Talglicht aus der Schweiz, 17./18. Jh., geschmiedet, höhenverstellbar mit Stellfeder. Dochtrinnenlampe: Talglicht (Rhodos), geschmiedet Öl-Grubenlampe aus Frankreich, Pinzette die Dochtregulierung. In Gebrauch beim Bau des Gotthard-Bahntunnels. Geschlossene Tüllenlampe auf Holzfuss. Pinzette zur Dochtregulierung. Schnauzenlampe aus Deutschland. Bei der Lampe wird der Docht in einem dünnen Rohr geführt welches seitlich am Ölbehälter befestigt ist. Schmalzöllampe aus den USA.