Laternen - Lampen - Licht - Feuer

Kienspäne sind vierkantig oder flach geschnittene Stücke aus harzreichem Holz, vorwiegend hergestellt aus Föhre (Kiefer, lateinisch "pinus", was sich aus "pix" = Pech ableitet), aber auch aus Tanne, Fichte, Faulbaum, Lärche und Kirschbaum.
Föhrenholz mit übermässigen Harzeinschlüssen wird kienig genannt. Kienholz entsteht durch eine äussere Verletzung der Baumrinde. Der Baum produziert mehr Harz, um die Wunde zu schliessen. Das Harz lagert sich jedoch auch in den Markstrahlen des Stamms ab. Nach einer gewissen Zeit verhärtet das Harz, wird kristallin, das Holz verkient. Schneidet man dieses Holz in dünne, lange Stücke, so erhält man den Kienspan.
Seit der Altsteinzeit bis in das 19. Jahrhundert hinein waren Kienspäne in Mittel- und Nordeuropa wohl das am weitesten verbreitete Beleuchtungsmittel. Andere künstliche Lichtquellen wie Kerzen waren deutlich teurer und kamen daher zumindest für die ärmeren Bevölkerungsschichten nicht in Frage.
Wegen der starken Russentwicklung sind in alten Stuben Wände und Decken stets stark geschwärzt. (Quelle: Wikipedia)

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Offenes Feuer Kienspan Kienspanhalter Kienspanhobel