Mittelsteinzeit - die Zeit der Jäger und Sammler

 
Karte-Fundorte-Mesokithikum

Die Gletscher haben sich endgültig zurückgezogen. Anstelle der baumlosen Kältesteppe kommt zuerst Busch auf, dann Wald. Am Anfang dominieren Birken und Kiefer, später vor allem Haselsträucher. Gegen Ende der Mittelsteinzeit bedeckt ein lichter Eichenmischwald die Gegend um den Pfäffikersee.

Die zu dieser Zeit lebenden Menschen ernähren sich von dem, was sie finden (Pflanzen, Beeren, Wurzeln, Pilze), von der Jagd und vom Fischfang. Die kälteliebenden Steppentiere sind verschwunden. Hirsch und Wildschwein sind bevorzugte Jagdbeute. Sie liefern Fleisch, Häute, Sehnen, Geweih und Knochen.

Die Rastplätze aus der Mittelsteinzeit wären unbekannt, hätten die damaligen Menschen nicht die charakteristischen Feuersteinwerkzeuge oder Silices zurückgelassen. Die Fundstellen liegen im Bereich des alten Ufersaumes des Pfäffikersees, dessen Spiegel etwas höher lag als heute. Oft werden bearbeitete Feuersteine durch Pflügen an die Oberfläche gehoben. Man nimmt an, dass Feuersteinknollen aus dem Gebiet der Lägern stammen. mehr

Diese Steinklingen sind zum Teil extrem klein - sie werden Mikrolithen genannt. Aus einer abgeschlagenen Klinge entstanden mehrere kleine Dreiecke, Trapeze und Halbmöndchen.

Fundstellen der Mittelsteinzeit rund um den Ufersaum des noch grösseren Pfäffikersees.
Hell unterlegt: Heutige Seeform.


 

Im Museum am Pfäffikersee sind Silices von einer Fundstelle nahe der "Büelweid" zu sehen.


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