Mammutherden im Zürcher Oberland

Das Mammut lebte während der letzten grossen Eiszeit. Diese elefantengrossen Tiere zogen auf der Suche nach Nahrung in Herden durch die baumlose Tundra. Dann und wann konnte es geschehen, dass eines der Tiere in einem trügerischen Moortümpel einsank, sich nicht mehr befreien konnte und elendiglich umkam.

Die widerstandsfähigsten Teile des Tieres blieben erhalten und wurden durch das Geschiebe der Flüsse einsedimentiert. Die grösste Fundstelle im Kanton Zürich liegt im Wehntal bei Niederweningen. Auch in Pfäffikon stiessen Arbeiter im Juli 1959 beim Abbau von Schottermaterial in der heute verschwundenen Kiesgrube Witzberg etwa 3m unter dem Boden auf einen Mammut-Halswirbel. 1964 kam aus derselben Grube ein imposantes Kieferfragment zutage. Die beiden Fundstücke sind im Museum am Pfäffikersee ausgestellt.

Das Mammut war für die damaligen Menschen eine wichtige Jagdbeute. Es lieferte grosse Mengen Fleisch, aber auch Sehnen und Felle. Aus Knochen wurden Nähnadeln und Pfriemen geschnitzt, aus  Elfenbein der grossen Stosszähne Schmuck und Geräte hergestellt.

 

 

Backenzahn eines Mammuts aus der ehemaligen Kiesgrube Witzberg, Pfäffikon

 

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