Altsteinzeit - es herrschen eisige Zeiten!


Die Karte zeigt die Region Pfäffikon vor 20'000 Jahren.


Wegen grosser Kälteeinbrüche stossen die Alpengletscher mehrmals bis weit ins Mittelland vor. Die letzte dieser Kaltzeiten, die sogenannte Würmeiszeit, erreicht ihr Maximum vor etwa 20'000 Jahren. Die Gletscher erreichen ihre grösste Ausdehnung. Die Region Pfäffikon ist mit Ausnahme der Kuppen von Stoffel und Tämbrig und Teilen des Tösstals ganz von Eis bedeckt.. Eine Klimaverbesserung führt zu einem etappenweisen Rückzug der Gletscherströme. Dieser erfolgt aber nicht gleichmässig. Die Gletscherenden bleiben für längere Zeit stehen, rücken vor und zurück und bauen mit mitgeführtem Material bogenförmige Stirnmoränen auf. Am Nordwestende des Pfäffikersees verlaufen gleich zwei solcher Moränenkränze (z.B. Friedhof).

Zeugen der Eiszeit sind mächtige Gesteinsblöcke, die mit dem Eis von den Alpen in unsere Gegend transportiert wurden. Der mächtige "Sernifit" oder "Rote Ackerstein" in der Nähe des Tennisplatzes in den Stogelen stammt aus dem Glarnerland. Man stiess 1975 bei Kanalisationsarbeiten auf diesen roten Gesteinsbrocken, der nur wenig unter der Erdoberfläche versteckt lag. Mit Kran und Tieflaster wurde er an seinen Standort im kleinen Stogelenpark verlagert.

 

Unsere Kenntnisse über die Altsteinzeit, insbesondere über das Auftreten des Menschen sind sehr lückenhaft. Da die Gletscher bei ihren Vorstössen die Landschaften ganz neu gestalteten und ganze Regionen unbewohnbar machten, liegen praktisch keine verwertbaren Funde in unserer Gegend vor.

 

zur Zeitachse