Aus den Anfängen des Vereins "Lora"

Im Jahre 1877 wurde der historisch-antiquarische Verein Lora in Pfäffikon gegründet: erster Präsident und Initiator war Hans Jakob Schellenberg, ein für die damalige Zeit begüterter Bauer aus dem Ortsteil Bussenhausen. Es war der erste antiquarische Verein auf der Landschaft: einerseits wegen der bedeutenden urgeschichtlichen Funde und anderseits, da Pfäffikon damals Hochburg der demokratischen Bewegung war.

Er hatte bereits innerhalb des ebenfalls von ihm gegründeten landwirtschaftlichen Vereins eine Sammlung alter Geräte angelegt und in einer Ausstellung gezeigt. Der Zweck des Vereins war, im Gebiete der Geschichte und Natur belehrende Forschungen zu machen, insbesondere über die Zustände der Bevölkerung unserer Gegend in vorhistorischer und historischer Zeit.

Die Mitglieder versammelten sich bis zur Jahrhundertwende monatlich zu Vorträgen und Besprechungen. Wichtige Beiträge und die Schilderung von Ausflügen und Exkursionen wurden im Jahrbuch des Vereins eingetragen.

Der erste Beitrag Schellenbergs war die Niederschrift der Sage von Lora vom Sulzberg. Diese Frau wurde denn auch zur Namenspatin des Vereins.

Die Lora hat sich vor allem der Suche nach archäologischen Schätzen verschrieben.
Vier wichtige Grabungskampagnen wurden durchgeführt.
1882
Die römische Villa "Bürglen" in Ottenhausen.
1886 und 1992
Die römische Villa im Speck, Fehraltorf.
1887, 1888, 1892 und 1897
Die eisenzeitlichen Grabhügel in der Lochweid in Fehraltorf.
1889
Das römische Kastell in Irgenhausen, Pfäffikon.

Hans Jakob Schellenberg

1825 geboren,
wohnhaft in Bussenhausen,
Landwirt
1851: Gründung des landwirtsch. Vereins Pfäffikon-Hittnau.
1851: Gründung des Wochenblattes "Allmann" zusammen mit Wuhrmann.
1868: Wahl zum Verfassungsrat und darauf in den Kantonsrat (Demokraten).
1877: Gründung des Naturhistorischen Vereins Lora.
1886: Verfasser des Festspiels zum 500. Jahrestages der Zerstörung der Pfäffiker Burg.
1900 gestorben.