Jahresbericht 2016 - Museum am Pfäffikersee

In den ersten zwei Monaten des Jahres 2016 wurden im Altbau des Museums die Fenster ersetzt. Nun haben wir in diesen Räumen einbruchsichere, UV geschützte, wärmegedämmte und historisch korrekte Fenster. Die Arbeiten wurden zusammen mit der politischen Gemeinde und der kantonalen Denkmal-pflege ausgeführt. Im Erdgeschoss wurden die Fenster ersetzt, im 1. Stock aufgedoppelt, wodurch die alten Beschläge - teilweise ca. 100-jährig - erhalten blieben.

Anfangs März wurde das Museum wieder geöffnet. Bei der Eisenbahnanlage bauten wir im Winter noch die Ruine des Kastells ein. Werner Germann erstellte für 25 Lokomotiven die Bildschirminformation. Diese Information umfasst : Herkunft, Stückzahl, Leistung, Einsatzgebiet und teilweise noch spezielle Informationen wie Antriebsart und Design. Zusätzlich können ausserhalb der Bahnbetriebszeit folgende Filme von demselben Ersteller abgerufen werden: Von der Strecke Effretikon – Pfäffikon - Hinwil die Dampfbahnzeit, die Elektrifizierung und die Bahnhofentwicklung von Pfäffikon, die Spanischbrötlibahn und die Bahnwerbung, hauptsächlich mit Plakaten seit Beginn des Bahnzeitalters in der Schweiz. Von der SBB durften wir einen Werbefilm über den Lokführerberuf aufschalten. Noch in Planung ist eine Führer-standfahrt der Oberländerstrecke.

Im Dachstock haben wir die Bilder unseres Historienmalers Johann Caspar Bosshardt wieder ausgestellt.

In der Urgeschichte hat das Nationalmuseum seine Leihgaben überprüft inkl. der Lagerung im Museum. Anschliessend wurde der Leihvertrag um weitere fünf Jahre bewilligt. Das selbe Prozedere läuft im Moment mit den Leihgaben der Kantonalen Denkmalpflege.

Beim Inventar ist unser Verantwortlicher bei der Nr. 4500 angelangt. Im Schutzraum Mettlen entstand durch die Bauarbeiten eine grössere Unordnung. Diese gilt es demnächst aufzuräumen.

Die Unterstützung unserer Mitglieder bei der Museumsaufsicht hat sich bewährt und wird weitergeführt. Wir sind sehr dankbar für die freiwillige Mithilfe.

Der südseitige Eingang ist ein Erfolg. Der Verzicht auf Eintrittsgeld und der Wechsel zur freiwilligen Spende hat erheblich mehr Geld in die Museumskasse gespült. Es fanden wesentlich mehr Führungen statt. Diese Massnahmen haben zur äusserst erfreulichen Besucherzahl von 1568 Personen geführt, davon eine grosse Zahl Kinder.

Marianne Sigrist nähte zu den neuen Fenstern passende Vorhänge. Heinz Nafzger erweckte eine beinahe 100-jährige Dampfmaschine wieder zu neuem Leben. Albert Rüegg ist seit Jahren unser Bahnspezialist. Ohne ihn würde die Anlage kaum so perfekt funktionieren. Diesen ehrenamtlichen Vereinsmitgliedern danken wir herzlich.

Für das nächste Jahr planen wir das weitere Erfassen von Lokomotiven für die Bahnanlage und eine Überarbeitung der Spielzeugausstellung. Für die Gemeinde überprüfen wir das Konzept des Kulturgüter-schutzes im Bereich Museum und Chronikstube. Weiter möchten wir mit Suchwettbewerben im Lokalblatt auf das Museum aufmerksam machen.

Das Museumsteam:
Peter Haldimann Marc, Lendenmann (auch Nachtwächter), Samuel Berger, Ruedi Gross, Heinz Kaspar

Pfäffikon im Januar 2017